Pokalregatta SV Bottighofen
14.08.2004 - 15.08.2004, Veranstaltungsort: Bottighofen
Spitzenresultat nach Pannenserie
Fangen wir mit dem Positiven an: Am Sonntag gelang uns das bisher beste Resultat in der laufenden Saison – ein zweiter Platz in der vierten Wettfahrt in Anwesenheit von fast allen Schiffen, die in der Bodensee-Gesamtwertung in Führung liegen (also z.B. Mistral, Vento Azzuro, X-Brothers, Sea rup, Verflixt usw.). Nach einem nicht ganz geglückten Start (wir waren so dicht an der Außentonne, dass wir das Schiff hochpressen mussten und erst danach Fahrt aufnehmen konnten) gelang es Henrik „Russell“ Coouts (Copyright für die unkonventionelle Schreibweise: SV Bottighofen) auf dem ersten Spi-Kurs mit einem riskanten Schlag, vom sechsten auf den zweiten Platz vorzustoßen. Während der zweiten Kreuz überholten wir sogar noch den Führenden, Lokalmatador Bennu Seeger mit dem Gigant, kurz vor der Tonne. Doch nahm uns Bennu auf dem zweiten Spi-Gang die Führung wieder ab und fuhr knapp vor uns durchs Ziel (da zeigte sich unter anderem beim Schiften, dass wir gegen eine eingeübte Crew eben doch nicht ganz mithalten können). Jedenfalls gab es Grund genug, die gelungene Wettfahrt mit einem Prosecco zu feiern. An Bord waren übrigens außer Henrik Beato, Peter Schottmüller (der neben seinen seglerischen Fähigkeiten wieder einmal für gute Laune auf dem Schiff sorgte), Jürgen Raich (nach zwei Langstrecken erstmals auch in einer Up-and-Down-Wettfahrt dabei) und Markus.
Am Tag zuvor warf uns eine Pannenserie weit zurück: Gleich auf der ersten Kreuz krachte beim Versuch, die Genau zu trimmen, eine Umlaufrolle des Genuafalls aus ihrer Halterung. Die Folgen: Genuafall provisorisch in Mastklemme fixiert, neue Umlaufrolle angebaut, alles neu eingefädelt und – bis zum Ende der Kreuz – endlich getrimmt. Erster Spigang und zweite Kreuz verliefen ohne Zwischenfälle (und mit großteils guten Manövern), ehe das endgültige Aus kam: Beim Setzen des Spinnakers entdeckten wir einen riesigen Triangel mitten im Sponsoren-S, der uns zum sofortigen Bergen des Spis veranlasste und sich leider als nicht an Bord reparabel erwies (angesichts von Windstärken bis zu 28 Knoten war das Risiko eines größeren Schadens einfach zu groß). Wie das Loch entstand, weiß übrigens niemand (naheliegenderweise wird es wohl beim Bergen nach dem ersten Spigang passiert sein).
Die Konsequenzen waren hart: Erstens war der Wind ganz selten so stark, dass wir auch ohne Spi das Tempo der anderen Schiffe halten konnten (bei den durchschnittlichen 15 – 20 Knoten Wind rauschten uns die anderen einfach davon), zweitens fuhren wir in zwei Wettfahrten zunächst mit der Fock los, um dann auf dem Vorwindkurs Fock gegen Genua zu tauschen (ohne Spi!). So gesehen, waren wir schon recht zufrieden, dass wir nur einmal als letzte ins Ziel kamen (immerhin lagen wir nach der ersten Kreuz meistens im vorderen Drittel, was sich natürlich nach jedem Vorwindgang änderte). Fazit: Ein Segeltag mit hervorragenden Windverhältnissen (und keinem einzigen Regentropfen) wurde für uns zum Trainingstag für Starts und Am-Wind-Kurse. An Bord am Samstag übrigens statt Jürgen die Kiribati-Leihgaben Franz und Thomas.
Und falls die Ergebnisliste auf der homepage des SV Bottighofen weiterhin nicht abrufbar ist, hier die wichtigsten Ergebnisse: Haushoher Sieger (mit vier Einzelsiegen, also einem ersten Platz als Streicher!) wurde der Gigant, dahinter folgten vento azzuro, X-Brothers und X-mas. Die Anna Katharina 2 wurde immerhin noch 11. (von 18 Schiffen) und sammelte wenigstens ein paar Pünktchen für die Jahreswertung.
Download: Bottighofen.jpg


